Du kennst ihn auch, den Drang den Ton abzustellen, wenn uns beim Fußballgucken im Fernsehen die Kommentatoren dieser Welt mal wieder erzählen wollen, wie’s (Spiel) läuft? Fordere mit uns: Auswechseln, bitte! In Deutschland, dem Land der 80 Millionen Bundestrainer, gibt es doch sicher Unzählige, die das Live-Kommentieren viel besser drauf haben. Du bist womöglich einer von ihnen. Einer, der vielleicht schon als Kind davon träumte, einmal ein großes Finale zu kommentieren. Trau Dich, probiere das Kommentieren selbst aus. Ab sofort reden wir! Klar, wir sind nicht perfekt, aber lernfähig. Und wir werden immer mehr. So viele, dass wir bald bei jedem Spiel ein, zwei viele Alternativen schaffen für all diejenigen, die die etablierten Kommentatoren nicht mehr hören wollen.
Wie viele Millionen gedroschener Phrasen kann ein Land ertragen? Und wie viele glattgebürstete Typen aus dem Fernsehen, die sie aussprechen? Vorschlag: Wir wechseln uns jetzt einfach selbst ein, wie Netzer im Pokalfinale 1973. Und dann macht Zuhören wieder Spaß. Zum Beispiel bei Leuten, die kein Hochdeutsch sprechen, sondern in sattem bayerisch kommentieren. Oder Fans, die gnadenlos parteiisch für oder gegen eine Mannschaft anreden. Originale. Originalinnen. Laute. Leise. Mit intelligentem Humor oder Brachial-Komiker. Kommentatoren, die sich für wichtig oder für unwichtig halten. Authentische. Du, ihr, wir – we’ll never talk alone.
Tiefschürfende Fußballblogs oder fundierte Taktikdiskussionen im Wohnzimmer gibt es immer mehr. Aber haben wir von einem etablierten Fußballkommentator schon mal was Besonderes zur Aufstellung oder zum Spielsystem gehört? Selten. Zeit für Veränderungen. Logisch, nicht jeder kann live über die „False 9“ oder die Stärken von Mourinhos Taktik im Champions League-Finale 2010 philosophieren. Muss auch nicht sein, viele Hörer – auch auf unserer Plattform – wollen das nämlich gar nicht. Andere wiederum lechzen nach gepflegtem Taktik-Talk. Deshalb eine Sondereinladung an die echten Fußballexperten: Erklärt uns beim Live-Kommentieren den Fußball. Zum Beispiel, wer aus welchem Grund auf der Bank sitzen muss – neben den bald ausgewechselten etablierten Fußballkommentatoren.
Ran ans Mikro, jetzt reden wir!